Stefan Reuß. Unser Landrat.

Dorferneuerung in Berkatal-Frankershausen: Bescheide zur Sanierung, Modernisierung und Funktionsverbesserung der Mehrzweckhalle sowie zur Errichtung eines Nahversorgungszentrums übergeben

Im Rahmen der Dorferneuerung in Berkatal-Frankershausen sind jetzt durch Landrat Stefan Reuß die Bewilligungsbescheide für die Projekte „Funktionsverbesserung und Umfeldgestaltung der Mehrzweckhalle“ in Höhe von 229.129 € und für das Projekt zur Schaffung eines „Nahversorgungszentrum“ in Höhe von 208.000 € übergeben worden. Der Landrat unterstrich bei der Übergabe „die Wichtigkeit von wohnortnahen Angeboten, die die dörfliche Gemeinschaft stärken und Begegnungsmöglichkeiten schaffen und die Nahversorgung – gerade auch für ältere Menschen – sichern.“

Beim Projekt “Sanierung, Modernisierung und Funktionsverbesserung der Mehrzweckhalle und Umfeldgestaltung“ soll die bestehende Mehrzweckhalle in Frankershausen, die im Jahr 1970 als Schulgebäude errichtet wurde und heute als Vereinstreffpunkt, Sitzungsraum für kommunale Gremien und Sportstätte genutzt wird, modernisiert und umgebaut werden. Da Frankershausen über kein Dorfgemeinschaftshaus verfügt, nimmt sie die Funktion des örtlichen Treffpunktes ein. Die Mehrzweckhalle wird von Frankershäusern aber auch von Bewohnern der umliegenden Ortsteile genutzt. Es treffen sich hier die Schützen, der Musik- und Fanfarenzug, der Männergesangsverein und die verschiedenen Sparten des Sportes. Familienfeste werden gefeiert und Dorffeste finden hier und im Unfeld statt.

Das große Hauptgebäude wurde in Jahr 2000 umfassend (ohne Dorferneuerung) saniert. Hierbei ist das Flachdach aufgestockt und durch ein Satteldach ersetzt worden. Das Gebäude bekam eine Wärmedämmung und die Fenster wurden ausgetauscht. Der Anbau wurde bei der damaligen Sanierung nicht berücksichtigt und soll nun im Rahmen der Dorferneuerung Berücksichtigung finden.

Die vorliegende Bewilligung umfasst die Sanierung, Modernisierung und Funktionsverbesserung des Gebäudes. Die förderfähigen Kosten (netto) betragen 327.327,55 €. Der Zuschuss beträgt 229.129 € (70%). Der kommunale Eigenanteil beträgt 160.519,78 € (inkl. MWST.).

Das zweite Projekt hat die Schaffung eines integrativen „Nahversorgungszentrums“ zum Ziel. Zentral im alten Ortskern von Frankershausen gelegen, soll die geschlossene Filiale der VR-Bank umgenutzt werden um das Nahversorgungszentrum einzurichten. Es ist im Umfeld genügend Platz vorhanden um Parkplätze zu realisieren und um einen barrierefreien Zugang umzusetzen. Betreiber ist die „Stellenwert GmbH“. Es findet eine Zusammenarbeit mit der Firma tegut statt, wobei das tegut Sortiment durch Backwaren der ortsansässigen Bäckerei Schill erweitert werden soll. Die Versorgung mit Bargeld erfolgt über Auszahlung an der Ladenkasse und es gibt Überlegungen auch eine Postfiliale in dem Laden zu integrieren. Zusätzlich wird nach Angaben von „Stellenwert“ Geschäftsführer Matthäus Mihm auch eine Kooperation mit einer Apotheke angestrebt, sodass auch hier eine Versorgungsverbesserung erreicht werden kann.

Zur Realisierung sollen Umbaumaßnahmen vorgenommen werden, die im Erdgeschoss eine Ladenfläche von ca. 220 qm entstehen lassen. Im Obergeschoss sollen ein Sozialraum, ein Büro und sanitäre Anlagen für die Mitarbeiter entstehen. Des weiteren soll dort eine Begegnungs- und Versammlungsmöglichkeit für die Bevölkerung geschaffen werden, welche den Einkaufsmarkt zu einem integrativen Nahversorgungszentrum mit Kontaktmöglichkeit erweitert.

Die im Vorfeld durchgeführten Standortanalysen der Firma tegut sind sehr positiv. Die „Stellenwert GmbH“ hat in dem Bereich der „Ladenführung“ bereits Erfahrung gesammelt und ist hier ein verlässlicher Partner.

Die Gemeinde Berkatal hat sich sehr für die Aufrechterhaltung eines Lebensmittelladens eingesetzt und begrüßt die Entwicklung. Sie hat im Rahmen der DE-Förderung bereits das Grundstück gekauft (förderfähige Kosten: 14.200 €, Zuschuss: 9.940 €), in Folge werden nun noch weitere kleinere Umbaumaßnahmen von der Kommune als Auftraggeber vorgenommen.

Die Förderung an den Betreiber des „Nahversorgungszentrums“, die Stellenwert GmbH, beträgt 104.000 € (50%) bei Gesamtkosten von 247.520 € und förderfähigen Kosten von 208.000 €.

Bürgermeister Friedel Lenze unterstrich in seinen Dankesworten die Bedeutung der Dorferneuerung für die heimische Wirtschaft. „Alleine im kommenden Jahr steht nun ein Investitionsvolumen von einer halben Millionen Euro an, das ist auch ein gute Nachricht für das Handwerk hier vor Ort“, so der Bürgermeister.

Insgesamt sind im Rahmen der Dorferneuerung in Frankershausen für den öffentlichen Bereich inklusive Beratung insgesamt 10 Projekte mit einem Gesamtinvestitionsrahmen von 1.010.000 Euro gestartet worden.

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Bildunterschrift: Sie besichtigten nach der Übergabe der Bewilligungsbescheide noch die Baustelle für das neue Nahversorgungszentrum: Bürgermeister Friedel Lenze, Elfi Schreiber vom Arbeitskreis Dorferneuerung, Landrat Stefan Reuß, Stellenwert Geschäftsführer Matthäus Mihm sowie Elvira Valtink und Martina Frese von der Dorferneuerung beim Werra-Meißner-Kreis.