Stefan Reuß. Unser Landrat.

Internationale Wochen gegen Rassismus – Landrat Reuß besuchte neue Gemeinschaftsunterkunft in Grandenborn

Reuß: „Kein Platz für Hass und Diskriminierung von Flüchtlingen und Minderheiten“

„Wir freuen uns sehr darüber, dass im Werra-Meißner-Kreis die Aufnahme von Flüchtlingen und ihre Integration aus vielen Bereichen der Gesellschaft unterstützt wird. Die gerade erst im Kreistag mit den Stimmen aller Fraktionen verabschiedete Erklärung hat diese nochmals besonders betont. Mir ist es wichtig, durch Besuche in den Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber deutlich zu machen, dass wir das Thema auch fern von öffentlichen Erklärungen wichtig nehmen und sowohl mit den Flüchtlingen, den Nachbarn und auch mit den vielen Menschen, die die Flüchtlinge vor Ort unterstützen, ins Gespräch kommen“, erläutert Landrat Stefan Reuß beim Besuch der neuen Gemeinschaftsunterkunft in Grandenborn.

In der neuen Einrichtung, die vor wenigen Tagen eröffnet wurde, werden bis zu 21 Personen untergebracht werden.

Anschließend nutzte der Landrat noch die Gelegenheit und stand zusammen mit Bürgermeister Klaus Fissmann im Dorfgemeinschaftshaus für ein Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern aus Grandenborn zur Verfügung um Fragen rund um die neue Einrichtung zu beantworten. Dabei drückte er seine Hoffnung aus, „dass es auch in Grandenborn mit der Unterstützung von Gemeinde, den Vereinen und der Kirche sowie weiteren Schlüsselpersonen aus dem Ort gelingen wird, eine Atmosphäre zu schaffen, die die Flüchtlinge willkommen heißt und ihnen das Einleben und Integrieren erleichtert.“

Zusätzlich soll es am 20. April um 19 Uhr eine Bürgerversammlung geben, bei der nochmals Informationen zur neuen Gemeinschaftsunterkunft und der Flüchtlingssituation gegeben werden sollen. Außerdem möchten sich dabei die Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft der Dorfgemeinschaft vorstellen.

Zur aktuellen Situation merkte der Landrat noch an, dass „es klar sein muss, dass man die Kommunen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nicht allein lassen darf, so muss der Bund die Kommunen durch eine Reihe von Maßnahmen zügig entlasten.“ Insbesondere für die Unterbringung von Asylsuchenden ist es „dringend erforderlich die Kosten der Kommunen komplett zu erstatten“, fordert Reuß weiterhin. Denn die Zuweisungszahlen im ersten Quartal zeigen, dass die Herausforderungen durch hohe Flüchtlingszahlen weiterhin hoch sein werden.

„Umso wichtiger ist es deutlich zu machen, dass diese Herausforderung aber trotz aller zu bewältigenden Probleme auch eine Chance für unsere Region darstellt. Schließlich freuen sich die Flüchtlinge, wenn sie offen aufgenommen werden und sich in die örtliche Gemeinschaft und das Vereinsleben eingliedern und diese somit auch bereichern können“, unterstreicht der Landrat.