Stefan Reuß. Unser Landrat.

Landrat Reuß vor Ort im neuen Asylbewerberheim in Eschwege

Ich wollte mir selbst ein Bild machen und etwas über das Schicksal der Menschen erfahren, die übergangsweise ein Zuhause im neuen Asylberwerberheim in Eschwege gefunden haben“, schildert Landrat Stefan Reuß seine Motivation für den Besuch in der neuen Einrichtung des Kreises.

Dem Werra-Meißner-Kreis wurden vom Regierungspräsidium für die zweite Jahreshälfte weitere 190 aufzunehmende Personen angekündigt. Durch den damit anhaltend starken Anstieg der Flüchtlingszahlen war es notwendig geworden, ein weiteres Heim für Hilfe suchende Flüchtlinge im Kreis zu schaffen. „Das Land Hessen weißt uns die Menschen, die aus den Krisenregionen der Erde kommen und bei uns Schutz suchen, zu. Unsere Aufgabe ist es die Menschen vor Ort in lebenswürdigen Verhältnissen unterzubringen und eine Betreuung sicher zu stellen“, erläutert der Landrat.

Im neuen Heim haben 65 Menschen, darunter mehrere Familien, die mit ihren kleinen Kindern flüchten mussten, Unterkunft bekommen. Die sozialpädagogische Betreuung hat die Arbeiterwohlfahrt Eschwege übernommen.

„Wer die Nachrichten aufmerksam verfolgt, der kann nachvollziehen, dass die Zahl der Flüchtlinge weiter steigen wird, deshalb wird auch der Werra-Meißner-Kreis weitere Flüchtlinge aufnehmen müssen und weitere Unterbringungsmöglichkeiten schaffen. Wir wollen dabei darauf achten, dass dies möglichst konfliktfrei geschieht und die Menschen die Möglichkeit bekommen, sich bei uns zu integrieren. Dazu zählt die Möglichkeit Arbeitsgelegenheiten zu schaffen und sich beispielsweise in Sportvereinen zu engagieren. Wir sind den Organisationen und Kirchen, die uns bei unseren Bemühungen zur Integration unterstützen, dankbar“, so Landrat Reuß.

„Ich habe in den persönlichen Gesprächen den Eindruck gewonnen“, so Reuß weiter, „dass die Menschen die bei uns Schutz vor Krieg, Vertreibung und Völkermord suchen, sehr dankbar dafür sind hier aufgenommen worden zu sein und sehr darum bemüht sind hier friedlich Leben zu können.“ Hierzu zählt auch, dass einige Kinder bereits die Kindertagesstätte der Kreuzkirche besuchen, in die Schule gehen und für die Erwachsenen Deutschkurse durch das Diakonische Werk in der Ev. Familienbildungsstätte/Mehrgenerationenhaus angeboten werden.

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