Stefan Reuß. Unser Landrat.

Lokales Bündnis für Familie im Werra-Meißner-Kreis wird 2016 sein zehnjähriges Jubiläum feiern

18. familienpolitisches Plenum des Bündnisses für Familie im Werra-Meißner-Kreis hat aktuell die Integration von Kindern aus Flüchtlingsfamilien in Kindertagesstätten und Schulen ins Blickfeld genommen

Das 18. familienpolitische Plenum des Bündnisses für Familie im Werra-Meißner-Kreis hat sich mit seinem 10-jährigen Bestehen und der Integration von Kindern aus Flüchtlingsfamilien in Kindertagesstätten und Schulen beschäftigt. Landrat Reuß konnte hierzu wieder Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, den Wohlfahrtsverbänden und der Verwaltung begrüßen.

Neben den Berichten über die praktische Arbeit in den Bündnisarbeitsgruppen sowie aus den Lokalen Bündnissen der Kommunen widmete sich das Plenum dem aktuellen Thema der Integration von Kindern und Eltern aus Flüchtlingsfamilien.

Hierzu berichtete Frau Rosel Renner, Leiterin des Evangelischen Kindergartens Kreuzkirche in Eschwege, aus ihrer Einrichtung:
Die Integration von Kindern aus anderen Herkunftsländern und ohne Sprachkenntnisse sei zwar schon immer Bestandteil der Arbeit in den Kindertagesstätten, die Besonderheit in der aktuellen Situation sei jedoch die Vielfalt der Herkunftsländer und Kulturen, aus denen die Menschen derzeit kommen. Während die sprachlichen Hürden für den Umgang von Kindern untereinander oft sehr gut und schnell gemeistert werden, ist dies für die Kommunikation mit den Eltern oft die größere Herausforderung. Ein besonders feinfühliger und geschulter Umgang ist vor allem mit den Kindern notwendig, die zum Teil durch ihre Erlebnisse im Heimatland und bei der Flucht schwer traumatisiert sind. Frau Renner konnte viele gute Beispiele schildern, wie diese Herausforderung in den Einrichtungen angegangen werden, betonte jedoch auch die dringende Notwendigkeit von personellen und zeitlichen Ressourcen hierfür.

Lokales Bündnis

Im Anschluss stellte die Evangelische Familienbildungsstätte/Mehrgenerationenhaus anhand eines Kurzfilms Beispiele ihrer Arbeit mit und für die Flüchtlingsfamilien dar, der deutlich zeigte, wie eine gelingende Willkommenskultur vor Ort gestaltet werden kann.

Ein besonderer Gast des Abends war Frau Samah Al-Jundi aus Syrien, die auf englisch und anhand einer Powerpoint-Präsentation einmal die Situation aus der Perspektive der „New comers“ – (Begriff anstelle von „refugees“) darstellte. Ihr Vortrag gab viele interessante und eindrückliche Beispiele zur aktuellen Lebenssituation der Menschen in Deutschland – in den Flüchtlingsunterkünften, im Alltag, in Schule und Familie. Frau Al-Jundi ist sehr engagiert unter anderem in einigen Schulen im Landkreis unterwegs, um im Sinne eines guten gegenseitigen Verständnisses mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.